Überzeugt dein CV? (2/5)

Im 2ten Teil unserer Serie TIDY-UP zieht Doria zum ersten Mal eine Bewerber-Frage und beantwortet, wie man einen Lebenslauf hirnkasterlfreundlich gestaltet. Was sollte man beachten? Simple oder lieber doch individuell?

Unser Lebenslauf hat es auf den Tisch eines Recruiters geschafft *JUHUU*. Damit er dort auch bleibt und nicht gleich im Müll landet, gilt es ein paar Dinge zu beachten – denn die Entscheidung, ob ein Lebenslaufs ansprechend wirkt, fällt in den ersten Sekunden.

Ihr habt keine Zeit zu verschenken? Dann schaut euch schnell das Video an, um Doria´ s Tipps gleich umzusetzen. Viel Spaß beim Gestalten!

Wieso haben Sie noch nie Vollzeit gearbeitet?

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Diese Frage stellte mir letzte Woche eine Seminarteilnehmerin. „Wieso wusste das überhaupt die Personalerin?“, lautete meine Gegenfrage. Ich fand heraus, dass die Bewerberin im Lebenslauf neben Ihrer Position (Projektmitarbeiterin) „teilzeit“ anführte. Tun Sie das nicht, damit machen Sie sich doch kleiner!

Die Wörter geringfügig, halbtags oder teilzeit haben in meinen Augen im Lebenslauf nichts verloren, denn damit schafft man im Kopf des Gegenübers eventuell ein hinderliches Bild und fördert diese komischen Fragen. Der andere könnte die „teilzeit“ als nicht ausreichende Berufserfahrung einstufen. Jetzt ehrlich, ich kenne keine Teilzeitkraft, die annähernd so viele Kaffeepausen einlegt, wie jemand der Vollzeit arbeitet. Außerdem traue ich mich auch nicht zu behaupten, dass jemand der bloß mehr Stunden anwesend ist, mehr Kompetenzen vorzuweisen hat. Außerdem müsste ja eine Mutter, die ihr Kind in eine Ganztagsbetreuung steckt, auch immer Teilzeitmutter anführen.

Also fügen Sie nur die Berufserfahrungen an, nicht die Stunden. Das hat auch nichts mit Lügen zu tun. Wenn Sie im Gespräch wirklich auf die Arbeitszeit angesprochen werden, dann können Sie noch immer die Details erläutern.

Wenn Sie merken, dass ein Punkt in Ihrem Lebenslauf hinderliche Fragen auslöst, ändern Sie etwas daran, um nicht ins offene Messer zu rennen.