Homo oeconomicus

Liebe LeserInnen! Der folgende Beitrag ist Teil der Reihe „Der Traumjob ist kein Zufall“ von Doria. Heute können Sie Teil 4 dazu lesen. ie vorherigen Artikel finden Sie im Archiv oder mittels Klick auf „Ältere Beiträge“. Die nächsten Beiträge erscheinen wöchentlich am Blog. Viel Spaß beim Lesen und Ausarbeiten!
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Keiner von uns denkt rational. Den Homo oeconomicus gibt es nicht. Wir wollen es nur, weil es dann einfächer wäre. Und wenn es so leicht wäre, hätten wir alle einen Traumjob. Zur Erinnerung: Nur 15% aller unserer Entscheidungen treffen wir bewusst, 85% unbewusst. 11 Millionen Informationseinheiten prasseln in nur einer Sekunde auf uns herab, nur 40 davon können wir kognitiv erfassen. 90% unserer alltäglichen Tätigkeiten regelt unser Hirn automatisch. Wenn wir erkennen, dass wir eine Entscheidung getroffen haben, hat das Hirn es schon längst für uns erledigt. Es greift dabei auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück und findet eine Lösung. Woran wir uns erinnern, bestimmt was wir tun.

Die größte Gefahr im Bewerbungsprozess ist daher die Routinearbeit. Diese sorgt dafür, dass das Hirnkastl auf Automatik schaltet. Wenn nun eine Bewerbung auf dem Schreibtisch landet, entscheidet nicht der Personalist, sondern offensichtlich sein Gehirn, wie die Bewerbung wirkt. Deshalb liegt es beim Bewerber, dem Gehirn jene Faktoren zu servieren, die es davon abhalten, falsche Urteile zu fällen. Also liegt es in unserer Hand, ob dem Hirnkasterl langes Studieren, häufiger Arbeitswechsel, Alter, Unerfahrenheit, und wie sie alle heißen, oder unsere wahren Kompetenzen als Erstes auffallen.

Ich werde oft gefragt, welche Strategie nun die einzig wahre sei. Das kann ich Ihnen schon sagen, schauen Sie sich um. Jene Menschen, die einen Traumjob haben, haben es richtig gemacht. Gehen Sie hin und fragen Sie sie. Fragen kostet nichts.

Probieren Sie einfach deren Ideen aus, vielleicht ist etwas für Sie dabei. Und bezüglich Ratgeber: Stellen Sie sich all die Methoden als Kaufmannsladen vor, in dem das gesamte Angebot aufbereitet ist. Hier können Sie sich gedanklich bedienen und alles ausprobieren. Danach entscheiden Sie selbst, welche Strategie zu Ihnen passt. Also auswählen, experimentieren, mischen und zum Schluss mit Ihrer persönlichen Note kräftig würzen. Richtig ist, was wirkt. Punkt.

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