Wie bringe ich meinen inneren destruktiven Sensor zum Schweigen?

Liebe Susanna, Sie sind nicht alleine, viele Menschen leiden unter einem inneren Dialog, der ihnen immer nur zeigt, was sie alles nicht können. Diese hinderliche Stimme sorgt nicht nur für schlechte Stimmung, sie  verhindert zudem, dass man den nächsten Schritt setzt. Zum Schweigen bringen Sie ihn am besten mit einem narrativen Ansatz, heißt, Sie machen ihm das Leben schwer, so dass er sich freiwillig vertschüsst. Und das geht so.

Geben Sie zunächst Ihrem destruktiven Sensor einen Namen, zum Beispiel „Nervi“. Als nächstes gilt es, ihn zu erkennen, wenn er sich wieder einmal ankündigt. Oft sind wir schon Stunden im Dilemma, bevor wir erkennen, dass er uns voll in seiner Gewalt und somit unter Kontrolle hat.

1. Üben Sie sich darin, schnellst möglich Ihre destruktive Stimme zu identifizieren und begrüßen Sie ihn freundlich mit den Worten: „Hallo Nervi bist auch wieder einmal da.“ oder „Nervi, grüß dich, habe dich schon so vermisst.“ Weiterlesen Wie bringe ich meinen inneren destruktiven Sensor zum Schweigen?

Tolles Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Wild von Almholz

Wolfgang Wild Almholz

„Mit den Menschen reden und nicht hinter einem sauberen Ablauf, E-Mails und Konzerngehabe verstecken. Zuhören, sonst kneist du nicht, was der andere will. Eine gewisse Bodenständigkeit und Genügsamkeit beibehalten. Wenn man die Erfolgsleiter hinaufgeht, bitte immer schön grüßen, weil der Tag, an dem du wieder hinuntergehst, kommt bestimmt und du wirst jeden wieder treffen.“ Wolfgang Wild

 

Im Gespräch mit Erwin Thoma

Erwin Thoma

„Mach`, wofür dein Herz brennt, arbeite nie fürs Geld. Man muss mit Geld umgehen können, denn es ist das Werkzeug, aber nicht das Ziel. Wenn die Reise losgeht, muss man auch den Sturm aushalten, der sicher kommt.“, so Erwin Thoma’s Rat für Start-ups.

Erwin Thoma wollte nie Unternehmer werden, sein Herz gehörte der Försterei. Die Natur war sein Zuhause. Deshalb konnte er dem Angebot der Bundesforste, einen Försterposten am Ende von Nirgendwo zu beziehen, nicht widerstehen. Diesen Wunsch schien sonst keiner zu hegen. Aber seine Frau wagte den Schritt mit ihm in ein Abenteuer ohne Strom, dafür mit Schnee soweit das Auge reichte und fernab jeglicher Zivilisation. Nach sechs spannenden Jahren und den Geburten von drei Kindern war es an der Zeit, den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen und von der Einsamkeit Abschied zu nehmen. Sie zogen in ein Haus mit modernen Holzwerkstoffen und damit begann auf der einen Seite das Drama, auf der anderen Seite die Zukunft des Unternehmens Thoma. Auch für Erwin Thoma galten damals Spannplatten und Co als ein Teil der modernen Zeit und als normal. Allerdings wurden zwei seiner Kinder schwer krank. Eine Allergie gegen Holzleime war die Ursache. Für den Großvater der Kinder, einen Zimmermann, lag die Lösung auf der Hand. „Wenn das Chemiegraffel den Kindern schadet, dann reißen wir es raus.“ Danke Opa! Gesagt, getan. So entkernten der Opa und Erwin das Haus und ersetzten alles durch Massivholz. Von diesem Zeitpunkt an waren die Kinder wieder gesund. Diese eigene Geschichte bewegte Thoma, sein Wissen weiter zu entwickeln und auch anderen zur Verfügung zu stellen.

Im Gespräch mit Erich Stekovics

Erich Stekovics

„Hab Freude an dem, was du tust und verliere den Konsumenten nie aus den Augen.“ gibt Erich Stekovics in unserem Gespräch an GründerInnen weiter.

Es begann in jungen Jahren. Erich Stekovics konnte das Wort Zwetschge nicht sagen. Fetzkenbaum war die wohl schönste Alternative. Schon damals faszinierten ihn Obst und Gemüse. Sein Vater bewirtschaftete einen kleinen Bauernhof und führte ihn sorgfältig in die Thematik ein. Das Wunder Samen faszinierte ihn am meisten, genauer gesagt das Potential in diesen fast tot wirkenden Keimen. Doch dann kam ihm sein Theologiestudium dazwischen, denn für seine Mama kam seine Wunschausbildung zum Koch nicht infrage. Zu sehr wusste sie durch die Tante um die harte Arbeit in der Küche und die wollte sie ihrem Sohn offensichtlich ersparen. Während des Studiums führte ihn ein Arbeitskollege dann in die Kunst des guten Essens ein. Sein Motto: Wer nicht genießt, ist ungenießbar. Durch diesen Kollegen kam Stekovics erstmals in seinem Leben mit wirklich teuren Lebensmitteln in Kontakt. Eines Tages aßen und tranken sie um 7.000 Schilling. Auf der einen Seite schockierte es Stekovics, für Essen so viel Geld auszugeben, auf der anderen Seite wurde ihm schlagartig bewusst, dass gutes Essen mit hervorragenden Lebensmitteln seinen Preis hatte. 2001 gründete er seine Betrieb und begann Biogemüse zu verarbeiten. Ihm war es von Anfang an wichtig, seine Produkte nicht nur zu verkaufen. Er lud Menschen in seinen Betrieb ein, um ihnen zu zeigen, wie Lebensmittel entstehen und wachsen. Heute ist er als Tomatenkaiser überall bekannt.

Im Gespräch mit Renate Gruber von CupCakes-Wien

Renate Gruber CupCakes

„Der Erfolg ist nicht zu 100% planbar. Unglaublich viel Fleiß ist notwendig – mehr Fleiß als Talent und ein bisschen Glück.“, erzählt mir Renate Gruber.

New York und Stockholm verdanken wir CupCakes-Wien von Renate Gruber. Denn dort traf sie zum ersten Mal auf Torten- und Fooddesign. Es faszinierte sie, dass man Blumen aus Zucker herstellen konnte. Gruber war keine Patissière, aber seit jeher handwerklich geschickt. So wurde aus ihrem anfänglichen Hobby eine tolle Geschäftsidee. In der unkonventionellen Idee lag die Kraft. Hätte sie 2010 mit Sachertorte, Topfenstrudel & Co ein Geschäft gegründet, wer weiß, ob ihr irgendjemand Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Aber diese neue Art der Gestaltung von Kuchen, das Cremehauberl und die ausgefallenen Torten mit ihren schönen Dekorationen, zogen alle in ihren Bann.

 

Im Gespräch mit Christian Ofner, dem Backprofi

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„Es ist wichtig, zu seiner Idee zu stehen, diese zu verfolgen und hartnäckig zu bleiben, auch wenn viele sagen, dass es nicht ginge. Sparen, sparen, sparen. Zu Beginn lieber selber mehr arbeiten, als gleich zu Angestellten zu greifen, denn mit ihnen kommen Verpflichtungen. Am Boden bleiben, der Erfolg kommt eh.“, so Christian Ofner

Als Bäckermeister hatte Christian Ofner einen großartigen Job und es mangelte ihm an nichts. Und doch schmiss er alles hin, um sich als Backprofi eine Marke aufzubauen. Die auslösende Frage: Wie kann es sein, dass Kochen so einen großen Stellenwert in der Medienlandschaft einnimmt und Brot keine Bedeutsamkeit zukommt? Er machte sich auf den Weg, Menschen das Backen von Brot zu Hause auf einfache Art und Weise beizubringen. Ofner-Der Backprofi ward geboren und erfreute Brotliebhaber mit knusprigen Ideen. Jeder in seinem Umfeld war der Meinung, dass Backkurse nicht funktionieren würden und alle meinten, er spinne. Nur die Familie stand hinter ihm. Umso mehr freut es ihn heute, wenn er jemandem begegnet, der sich damals das Maul zerriss. Und ich mich auch, seine Brote gelingen auch mir herrlich.

Die Kunst des Überzeugen

Ein Junge wollte vor einiger Zeit unbedingt ein ipad und das ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist, dass er es geschafft hat, eines zu bekommen, während andere Söhne noch immer ihren Eltern in den Ohren liegen, um auch ins “Brettl” schauen können. Was hat er anders gemacht? Den wahren Nerv seiner Mutter getroffen!

Erfolgsstrategie: 1. Etwas wirklich wollen, 2. nicht aufgeben, 3. die wahren Wünsche der Mutter finden und diese als guten Kaufgrund nutzen Weiterlesen Die Kunst des Überzeugen

Im Gespräch mit Reinhard Kepplinger von der Grünen Erde

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„Damit man langfristig erfolgreich ist, bedarf es viel Zuversicht, viel Hartnäckigkeit, viel Ausdauer und der nötigen Kombination von Kreativität und kaufmännischem Verstand. Menschen erleben gerne neue und kreative Ideen.“, so Reinhard Kepplinger.

Anders zu leben und zu arbeiten, abseits der vorgegebenen Strukturen, das war das Ziel von den Grüne Erde Gründern – ein echtes Kind der grün-alternativen Bewegung der frühen 80er Jahre. Der Wunsch, aus dem System auszubrechen und nicht Teil dessen zu sein, zeigte seine Wirkung. Produkte zu verkaufen, die für Menschen keinen Sinn machten, dafür war Kepplinger nicht bereit, sein Leben zu 22 verbrennen. Lieber jobbte er, als nach seinem Studium vorhandene Jobangebote der Global Player anzunehmen. Hut ab! Karl Kammerhofer entwickelte damals eine gesunde Schlafmatratze mit einem tollen Schlafklima und Kepplinger hatte endlich ein sinnvolles Produkt, hinter dem er stehen konnte und von dem die Welt profitierte. Über hunderte Produkte folgten.

 

Tote Hose am Arbeitsmarkt. Podiumsdiskussion an der KFU Graz.

Das war letzte Woche eine tolle Podiumsdiskussion an der Karl Franzens Universität Graz. Hier nun auch für meine Leser ein paar der mir gestellten Fragen und meine Antworten.

Trotz schnellem Studieren und guten Noten finden Studenten keinen Job. Was sollen sie Ihrer Meinung nach tun?

Genau, was diese TeilnehermInnen hier tun, sich für Ihre miesliche Situation interessieren und so viele Ideen, wie möglich sammeln. Für mich sind sie am richtigen Weg. Den ultimativen Einser Schmäh kenne ich auch nicht, aber Wege die Früchte tragen. Bei mir lernen Menschen sich sichtbar und unwiderstehlich zu machen. Diese Kompetenz beziehe ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Marketingmanagerin und binde wichtige Faktoren ins Karrierecoaching ein. Herkömmliche Bewerbungen zeigen aus einem einfachen Grund keine Wirkung mehr , weil sie aus einer Zeit stammen, in der der Mitbewerb gering war. Ziehen wir eine Verbindung zum Marketing. Erst in den 80er Jahre begann die Wettbewerbsorientierung, jene Zeit in der Produkte plötzlich um ein Alleinstellungsmerkmal nicht mehr herumkamen, diesem sogenannten USP (Unique selling propositon). Das wurde notwendig, da ein Überfluss an Produkten begann. Bis dato hatten die Konsumenten einen angemessenen Überblick über das Angebot, aber als zu viele vom Gleichen den Markt eroberten, galt es sich von der Masse abzuheben. Das Gleiche gilt nun für Sie, Sie müssen Ihren USP finden, jenen Faktor, der Sie für Arbeitgeber unwiderstehlich macht. Weiterlesen Tote Hose am Arbeitsmarkt. Podiumsdiskussion an der KFU Graz.

Doria Pfob im Gespräch mit Johannes Gutmann von Sonnentor

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„Wenn du selbständig werden willst, mach‘ es nicht um schnell reich zu werden. Wenn es dein inneres Ziel ist, tu‘ es, aber du wirst nicht glücklich werden. Geteilter Erfolg ist doppelter Erfolg. Denk‘ in Kooperationen und nicht in Gewinnmaximierung. Denk‘ an Nachhaltigkeit, das ist das Rückgrad von Österreich.“, so Johannes Gutmann.

Sonnentor entstand aus einer Krise heraus. Johannes Gutmann wurde gekündigt. Nach einem Tag der Trauer fasste er den Mut zur Selbständigkeit. Seine Kooperationspartner waren schon damals die Bauern. Er sagte ihnen: „Ich bin kein Lagerhaus und ich habe auch kein Geld, um dir deine Ernte abzukaufen, aber du hast Platz und hast eine Familie und eine Oma, der nach dem Essen langweilig ist und die nichts zu tun hat. Sag ihr, sie soll mir Tees abpacken und ich zahle dir das Doppelte von dem, was dir andere für die Rohstoffe zahlen.“

So war Sonnentor eine Geschäftsidee, von der viele profitieren, Danke Johannes Gutmann.